Brygida OchaimTänzerin, Choreographin, Autorin |
Ausstellungen/ Exhibitions |
Oktober 95/Januar 96
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Seit ihrem ersten Auftritt 1892 in den Folies-Bergère faszinierte die amerikanische Tänzerin Loie Fuller das europäische Publikum. Die Künstler des Jugendstil erkoren ihren Serpentine-Dance, bei dem sie sich in den Falten ihres Bühnengewandes aufzulösen und zum reinen Ornament zu werden schien, sogar zum Symbol ihrer Bewegung. Über diese zeitgenössische Anerkennung hinaus sieht man Elemente ihrer Licht- und Bühnengestaltung heute auch als wichtige Voraussetzungen des modernen Tanzes. Erstmals in Europa wird in einer Ausstellung diesen beiden Aspekten - der historischen Gestalt Fullers und der weitreichenden Bedeutung ihres Schaffens - nachgegangen. Gezeigt werden u.a. die eindrucksvollen Plakate zu ihren Auftritten, Lithographien von Toulouse-Lautrec und Skulpturen bekannter Jugendstilkünstler, dazu Film- und Fotodokumente. Zeitgenössische Künstler wie Christian Boltanski, Barbara Bloom und Anna Tretter machen durch ihre Beiträge die Aktualität von Fullers Wirken deutlich. |
Loie Fuller
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Oktober 98/ April 99
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Varieté-Tänzerinnen nahmen in der Gesellschaft des Fin de Siècle eine zwiespältige Rolle ein: sie wurden in ihrer exotisch-verführerischen Aufmachung einerseits klischeehaft auf die Rolle der Femme Fatale reduziert und nutzen andererseits gerade diese Position der Ex-zentrikerin am Rande der bürgerlichen Kultur und entwickelten wesentliche Grundlagen der Tanzmoderne. Als kreative Künstlerinnen und geschäftstüchtige Unternehmerinnen erarbeiteten sie neue Tanznotationen, reformierten die Bühne, gründeten Schulen und brachen radikal mit dem Bild der klassischen Ballerina, die sylphidengleich über die Bühne schwebt. Die Ausstellung geht erstmals diesem vielschichtigen Phänomen nach anhand zahlreicher Originalfotografien, Postkarten, historischer Programme sowie Plakaten, Skulpturen, Lithografien und Gemälden, u.a. von Franz von Stuck, Max Slevogt und Toulouse-Lautrec. Ein großer Teil des Bildmaterials wurde im Katalog (Stroemfeld Verlag, Frankfurt/ M.) reproduziert, der auch Biografien von 25 Varieté-Tänzerinnen, darunter Rosario Guerrero, Olga Desmond, Saharet und Liane de Pougy, enthält, die von Brygida Ochaim anläßlich dieses Projektes recherchiert und zusammengestellt wurden. |
Variete-Tänzerinnen um 1900
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Juni 2000/ Juni 2001
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Der Jugendstil wurde von seinen Vertretern als eine Bewegung verstanden, die sich nicht allein auf die bildende Kunst beschränkt, sondern alle Bereiche der Kultur auch das Alltagsleben einbezog. Franz von Stuck, einer der bedeutendesten Künstler dieser Epoche, suchte Inspiration und Überschreitung der Grenzen von Malerei besonders in der Vielfältigen Auseinandersetzung mit dem Tanz: er ging ihm in seiner Motivwahl nach, dekorierte seine neuerbaute Villa mit antikisierenden Reliefs von Tänzerinnen und interessierte sich für die aktuelle Tanzszene, kannte ihre Vertreterinnen teilweise persönlich und sammelte ihre Fotografien. Die facettenreiche Beziehung Stucks zum Tanz geht die Ausstellung nach und wirft damit gleichzeitig ein Schlaglicht auf die Kunst-, Tanz- und Münchner Lokalgeschichte. |
Franz von Stuck und der Tanz
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